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1. Fachtagung der OGSA – Österreichische Gesellschaft für Soziale Arbeit

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Am Montag, 25. November 2013 wird in Linz die erste Fachtagung der OGSA stattfinden. Der Vormittag ist einigen Referaten zur Lage der Sozialen Arbeit in Österreich gewidmet, am Nachmittag präsentieren und konstituieren sich die thematischen Arbeitsgemeinschaften.

Anmelden kann man sich ab sofort auf der Webseite der OGSA.

Dort gibt es auch den Folder zur Fachtagung zum Download.

Besonders möchte ich auf die Arbeitsgemeinschaft „Soziale Arbeit und Internet“ hinweisen, welche von mir initiiert wurde, und ich freue mich auf eine rege Teilnahme und einen spannenden Austausch.

Auch Jungs brauchen Beachtung!

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Um zu erfahren, wie Jungen heute leben, welche Themen sie bewegen und wie sie zu Themen wie „Gleichstellung“ oder „Familie“ stehen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem im Jahr 2010 berufenen Beirat Jungenpolitik methodisches Neuland betreten: Ausgehend von der konkreten Lebenswirklichkeit und dem persönlichen Umfeld der jugendlichen Experten hat das paritätisch aus Erwachsenen und Jugendlichen besetzte Gremium seine Themen gefunden und diskutiert. Der Beirat Jungenpolitik hat also nicht über Jungen gesprochen, sondern mit ihnen. Sein Bericht zeigt, dass es möglich ist, Betroffene in politische Gremien zu integrieren und zu Experten in eigener Sache zu machen. Die im Bericht enthaltenen Empfehlungen des Beirats geben wichtige Anregungen zur Weiterentwicklung der Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer.

Stefan Kühne schreibt dazu: „Auf insgesamt 230 Seiten bietet der Bericht „Jungen und ihre Lebenswelten“ einen Überblick über die Themen, die im Beirat Jugendpolitik diskutiert wurden. Die jugendlichen Mitglieder haben dabei ebenfalls Teile des Berichts verfasst, die ebenso kurz wie lesenswert sind – hier geben Jungen Einblicke in ihre Lebenswelten.“

 

Stefan Kühne (wienXtra-Jugendinfo) hat eine knackige Rezension dazu geschrieben.

Der ganze Bericht steht HIER zum Download zur Verfügung.

Digitaler Nachlass

Wenn man sich mit Sozialer Arbeit im virtuellen Raum beschäftigt, darf man auch den Aspekt des Ablebens nicht vergessen. Im Zeitalter der „Neuen Medien“ wo Menschen sich immer mehr im Internet bewegen, gilt es, den richtigen Umgang mit Daten und Profilen Verstorbener zu finden. So stellt sich die Frage, was mit Email-Accounts, Online-Abonnements, Online-Shops, Profilen in Sozialen Netzwerken, Foren, Chats etc. nach dem Ableben zu geschehen hat. Google hat als erster Internet-Dienst-Anbieter auf die Notwendigkeit, Lösungen zu entwickeln, reagiert und einen entsprechenden Dienst implementiert. In den Kontoeinstellungen ist es den BenutzerInnen möglich, festzulegen was mit ihren digitalen Hinterlassenschaften zu geschehen hat. Es gibt auch digitale Nachlassverwalter, die sich auf diese Thematik spezialisiert haben.

DRadio Wisssen hat sich mit diesem Thema auseinander gesetzt und bereits zwei kurze (Hör)Beiträge gebracht:

Erben von Online-Konten
Datenschutz post mortem

Die ISPA (Internet Service Providers Austria) hat im Rahmen des Safer Internet-Projekts „Digitaler Nachlass“ der EU ein Informationsblatt erarbeitet, welches einen kurzen Überblick gibt, welche Maßnahmen gesetzt werden sollten, um Daten vor und nach dem Ableben stressfrei organisieren zu können.

Digitaler Nachlass: Vorbereitung erspart Stress und Unklarheit

Erste rechtliche Informationen zum Thema hat Rechtsanwalt Dr. Clemes Thiele in folgendem Artikel gegeben:

Der digitale Nachlass – Erbrechtliches zum Internet und seinen Diensten

Grundsätzlich ist zu sagen, dass das Bewusstsein der BenutzerInnen noch geschärft werden muss. Das Thema der digitalen Nachlassverwaltung steckt noch in den Kinderschuhen. Oft ist es alles andere als einfach herauszufinden welche Angebote Verstorbene überhaupt genutzt haben. Eine weitere Schwierigkeit stellt dann der Zugang zu den jeweiligen Daten und Diensten dar. Ebenfalls zu bedenken ist der Datenschutz und die Tatsache, dass es im Internet vielleicht auch Informationen geben kann, die man lieber auch über den Tod hinaus vor den Hinterbliebenen geheim halten würde oder die man von Verstorbenen vielleicht gar nicht wissen will. Dementsprechend sensibel ist auch mit dem digitalen Nachlass umzugehen.