Inklusion und Selbstbestimmung durch Technologie

Inspiriert durch ein Video möchte ich heute ein Thema aufgreifen, das deutlich macht, wie wichtig der Einsatz von Computertechnologie in der Sozialen Arbeit ist und was sie leisten kann. Am Beispiel von Mike Philips, der an Spinaler Muskelatrophie (SMA) leidet, soll gezeigt werden, wie Inklusion durch Technologie funktionieren kann.

Das Video „One Thumb to Rule Them All“ vermittelt einen ersten Eindruck.

 

Mike Philips

Mike Philips, ein Gamer und freier Wissenschaftsjournalist, wurde mit spinaler Muskelatrophie (SMA) geboren. Er kann nicht ohne Maschine atmen, er kann sich nicht alleine bewegen, er kann nicht alleine essen, er kann nicht kommunizieren, er ist komplett abhängig von den Menschen in seinem Umfeld. Assistierende Technologie hat sein Leben grundlegend verändert.

Mike_Philips

Mithilfe seines Computers spielt er Spiele wie World of Warcraft oder Unreal Turnament. Mike nutzt seinen Computer jedoch nicht nur zum Spielen, sondern er schreibt auch Bewertungen für Spiele, präsentiert auf Konferenzen, schreibt Beiträge in Büchern, arbeitet an einem Roman und ist als Fotograf und digitaler Künstler aktiv. Mike Philips lebt in Florida.

Die Geschichte von Mike Philips.

 

Spinale Muskelatrophie (SMA) – Symptome

Neben dem Muskelschwund kann noch eine Reihe weiterer Symptome auftreten. Dazu zählen unwillkürliche Muskelzuckungen oder Muskelschwäche. Im späteren Stadium ist auch die Kau- oder Schluck- sowie die Atemmuskulatur betroffen. Die Beteiligung der Atemmuskulatur kann Infekte der Atemwege wie Lungenentzündungen begünstigen. Viele Betroffene haben auch Probleme, Schleim oder Sekret abzuhusten. Banale Infekte können daher schwere Folgen haben. Da die spinale Muskelatrophie nur jene Nerven betrifft, die für Bewegungen verantwortlich sind, funktionieren die Wahrnehmung von Schmerzen und die Hautsensibilität sowie die Sinnesorgane (Sehen, Riechen oder Hören) und die geistige Leistungsfähigkeit der Betroffenen uneingeschränkt. Auch die Funktion der inneren Organe wie Herz, Darm oder Blase bleibt bei der SMA erhalten.

Quelle

 

Assistierende Technologie (AT)

Assistierende Technologie wird besonders im IT-Bereich rund um das Thema Barrierefreiheit häufig als Sammelbegriff für unterstützende Computertechnologie verwendet. Dazu zählen beispielsweise Screenreader, Spracheingaben, Vergrößerungssoftware, Bildschirmtastatur und ähnliche Hilfsmittel.

Mehr Information dazu gibt es auf der Seite des Bundessozialamts.

Das nachfolgende Video hat Mike Philips gemacht, um zu zeigen, was er mithilfe seines Computers alles machen kann.

Das Video gibt es HIER.

 

Lebenshilfe Vorarlberg

Unter dem Motto „Teilhabe für alle!“ hat die Lebenshilfe Vorarlberg Menschen mit einem hohen Unterstützungsbedarf mit assistierender Computertechnologie ausgestattet. Am Beispiel von Thomas Schmucker, der spastisch gelähmt ist und nicht sprechen kann, zeigt das nachfolgende Video, wie unterstützte Kommunikation einen großen Schritt hin zu einem selbstbestimmten Leben ermöglicht.

Das Video gibt es HIER.

 

Weiterführende Links

Webseite von Mike Philips

Austrian Accessibility Academy

Studiengang Assistive Technologien (Bachelor)

VOWiki!

Barrierefreiheit – Bundessozialamt

Zentrum für Angewandte Assistierende Technologien

Control Bionics

SwitchXS

Assistive Ware

 

Den gesamten Artikel zum Download gibts HIER.